Gürtelrose (Herpes zoster)

Gürtelrose (Herpes zoster)

Foto: Fixi (CC-BY-SA)

Gürtelrose – Infektionskrankheit, die die Haut und Nerven betrifft

Die Gürtelrose (Herpes zoster) ist eine Viruserkrankung die vor allem im Alter oder bei Abwehrschwäche (geschwächtes Immunsystem) auftritt. Bei dieser Krankheit entwickelt sich ein schmerzhafter, bläschenförmiger Ausschlag auf der Haut.

Jeder, der schon einmal Windpocken hatte, kann später als Zweiterkrankung eine Gürtelrose bekommen. Verantwortlich für diese Infektionskrankheit ist der Varizella-Zoster-Virus (VZV) der zur Gruppe der Herpesviren (HHV-3) gehört. Dieser Virus ist unter anderem im Kindesalter für die Windpocken verantwortlich. Hat man die Windpocken einmal überstanden ist man ein leben lang dagegen immun. Die Viren verbleiben dann latent in den Nervenwurzeln des Rückenmarks, sowie in den Ganglien der Hirnnerven.

Eine Gürtelrose tritt vor allem bei immun geschwächten Personen auf, wie in etwa bei Leuten die mit HIV infiziert sind, bei Krebskranken oder bei Personen die eine Organtransplantation hinter sich haben. Ist der Körper durch eine Erkrankung, viel Stress oder ähnliches geschwächt, haben es die Viren leichter auszubrechen. Brechen die Viren nun aus, entsteht eine Gürtelrose.

Herpes zoster ist nicht mit dem normalen Herpes simplex (HSV-1 oder HSV-2) zu verwechseln, der in Form von gruppierten Fieberbläschen an den Lippen (Lippenherpes) oder im Genitalbereich (Genitalherpes) auftritt.

Mit einer Gürtelrose ist nicht zu spaßen, die Gürtelrose kann nicht nur äußerlich Körperteile befallen sondern auch auf innere Organe überspringen und zu tödlich verlaufenden Erkrankungen führen. Daher sollte eine Gürtelrose unbedingt von einem Arzt untersucht und medizinisch behandelt werden.

Gürtelrose ist eine Viruserkrankung

Gürtelrose Impfung

In den vereinigten Staaten (USA) gibt es seit Jahren eine Schutzimpfung gegen die Herpes zoster Viren. Diese Schutzimpfung ist in den USA für Personen ab dem 60. Lebensjahr zugelassen. In Deutschland ist diese Schutzimpfung mit dem Varizellenimpfstoff für Personen ab dem 50. Lebensjahr zugelassen.
Leider ist man mit dieser Schutzimpfung nicht komplett gegen das Herpesvirus geschützt, sondern hat danach ein geringeres Infektionsrisiko von ca. 55% gegen die Zoster Viren. Die schmerzhafte Krankheit kann bei geimpften Personen ausbrechen, aber in geschwächter Form und mit weniger Komplikationen für den Betroffenen.

Gürtelrose Verlauf

Eine Gürtelrose verläuft typischerweise in 2 Phasen.

  • Vorläufer bzw. Prodromalphase

    Diese Phase kann leicht oder stark ausgeprägt sein. Betroffene leiden meist unter Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Fieber. Nicht selten wird diese Phase von einem brennenden Schmerz an den betroffenen Stellen begleitet. Der brennende Schmerz wird durch das Virus das die Nervenbahnen entlangwandert verursacht.

  • Akute Phase

    Nach etwa 2-3 Tagen geht die Erkrankung in die akute Phase über. Nun bildet sich an der betroffenen Hautstelle ein roter Ausschlag mit kleinen Bläschen/Pusteln. Nach etwa 3-5 Tagen ist die akute Phase auf ihrem Höhepunkt und die Bläschen platzen auf und bilden Wunden.

  • In der Regel dauert die Gürtelrose Erkrankung etwa 3-4 Wochen. Ist das Immunsystem stark geschwächt kann eine Gürtelrose Erkrankung auch länger anhalten.

Gürtelrose frühzeitig erkennen

Zu den Anfangs-Symptomen der Gürtelrose gehören unter anderem Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit, Schmerzen im Nerven-Bereich der Infektion und eventuell Fieber. Nach und nach treten vermehrt Rötungen und evtl. auch Schwellungen an den betroffenen Stellen auf, nach einiger Zeit bekommt man dann die bekannten Bläschen die wiederum nach einiger Zeit aufplatzen, vertrocknen, verkrusten und anschließend heilen. Diese einzelnen Phasen können durchaus eine längere Zeit beanspruchen.

Symptome von Herpes zoster

  • Die betroffenen Hautstellen brennen, stechen und jucken
  • Es bilden sich rötliche Flecken auf der Haut
  • nach einiger Zeit bilden sich kleine mit klarer Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die Flüssigkeit ist hochinfektiös!
  • nach einigen Tagen öffnen sich die Bläschen und verkrusten anschließend
  • Betroffene fühlen sich müde und schlapp, können Kopfschmerzen und Fieber bekommen
  • Gürtelrosen treten meist im Brustbereich auf, können aber auch an Rücken, Armen, Beinen und Kopf auftreten
  • Eine Gürtelrose Erkrankung dauert in der Regel ca. 3-4 Wochen

Besonders anfällig für eine Gürtelrose sind:

  • Ältere Menschen (50+ Jahre)
  • Krebskranke Menschen
  • Immungeschwächte Menschen

Welche Komplikationen können bei einer Gürtelrose auftreten?

Häufig kommt es zu Komplikationen bei Herpes zoster. Infiziert sich der Ausschlag mit Bakterien kann es zur Narbenbildung an den betroffenen Stellen kommen.
Folgende Komplikationen können auch auftreten:

  • Horn- und Bindehautentzündung (Zoster ophthalmicus)
  • Entzündung des Hörnervs (Zoster oticus)
  • Lähmungen, insbesondere Lähmung der Gesichtsmuskulatur (Facialisparese)
  • Hirn- und Hirnhautentzündung
  • Post-Zoster-Neuralgie: Eine schwerwiegende und oft langwierige Komplikation der Gürtelrose ist die Post-Zoster-Neuralgie (Post-Zoster-Nervenschmerz, postherpetische Neuralgie). Hier können die Schmerzen nach der Erkrankung an den zuvor betroffenen Hautstellen über Jahre andauern. Bei ca 10-20% aller unbehandelten Gürtelrosen entwickeln sich diese chronischen Schmerzen. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*